research for efficient Configurations Of Remanufacturing Enterprises
Gesamtprojektbeschreibung (Kurzfassung)


Die Refabrikation (engl. Remanufacturing) stellt einen bedeutsamen Industriezweig am Ende des Produktlebens dar und ermöglicht eine kostengünstige sowie ressourcenschonende Versorgung mit Ersatzteilen für Kraftfahrzeuge und Lastkraftwagen.
Im Rahmen einer fünfstufigen, industriellen Serienproduktion (Demontage – Reinigung – Prüfung – Aufarbeitung – Wiedermontage) werden Altteile, die über einen organisierten Altteilemarkt zurücklaufen, in neuwertige Ersatzteile verwandelt. Typische Produktsegmente der Refabrikation sind mechanische, mechatronische und elektronische Kfz- und Lkw-Teile bzw. Baugruppen wie z. B. Anlasser, Lichtmaschinen, Motoren, Getriebe, Bremssättel.
Aufarbeitungsunternehmen (=Refabrikationsunternehmen) stehen vor ähnlichen Herausforderungen wie auch viele andere Industriebereiche – die Teilevielfalt nimmt stetig zu aufgrund steigender Kundenorientierung sowie weltweitem Vertrieb und weiterer Einflussfaktoren. Das vielfältige Spektrum an Originalherstellern, Produktgruppen, Baureihen, Konfigurationen und Qualitätsniveaus (z. B. Verschmutzungsgrad, Abnutzungsgrad; Nutzungshistorie) erfordert jeweils spezifische Aufarbeitungsschritte, wobei die damit zusammenhängenden Produktvarianten in vielen Prozessvarianten münden.
Im Gegensatz zur Neuteileherstellung können Aufarbeitungsunternehmen nur passiv auf die Variantenvielfalt reagieren anstatt diese aktiv zu vermeiden oder zu reduzieren (Bild 1). Die (unabhängigen) Aufarbeitungsunternehmen haben in den meisten Fällen keinerlei Einfluss auf die Konstruktion der Produkte und können somit die Aufarbeitbarkeit nicht steuern.
 

Varianten.jpg

Bild 1: Hebel der Ansätze des Variantenmanagements

 

Diese Effekte führen dazu, dass Unternehmensaufgaben wie Produktionsorganisation, Produktionsplanung und -steuerung, Altteilemanagement und Identifikationsschritte zu Herausforderungen werden, bei denen gewöhnliche Methoden an ihre Grenzen kommen.
Dieses Projekt unterstützt Aufarbeitungsunternehmen bei der Beherrschung der varianteninduzierten Komplexität, indem sowohl branchenspezifische als auch unternehmensspezifische Produktionskonfigurationen entwickelt werden. Für diesen Zweck werden die Refabrikationsaufgaben in vier Zielfelder untergliedert und analysiert: 
 

a. Produktionsorganisation (z. B. Layoutgestaltung)
b. Produktionsplanung und -steuerung (z. B. selbststeuernde Planungsinstrumente)
c. Altteilmanagement (z. B. Altteillagerstrategie)
d. Identifikation (z. B. RFID)
 

Methoden, technische Lösungen und Kennzahlen werden für die spezifischen Bedürfnisse der Aufarbeitungsunternehmen in diesen Zielfeldern entwickelt und in einem Konfigurator zusammengeführt. Dieser ermöglicht die individuelle Auswahl einzelner Module und deren Rekombination abhängig von den speziellen Erfordernissen eines jeden Aufarbeitungsunternehmens – beispielsweise abhängig von Unternehmensgröße, Produktart etc.

 
Erste Ergebnisse werden ab Mitte 2011 verfügbar sein. Der Konfigurator wird bis Mitte 2012 vorgestellt. In den Partnerunternehmen werden die erarbeiteten Lösungen implementiert und verifiziert. Das Projekt endet im März 2013.
Newsticker
20.11.2013
Erfolgreicher Abschluss des Projekts reCORE
Das Projekt reCORE wurde im März 2013 erfolgreich abgeschlossen. Das Gesamtziel war, Refabrikationsunternehmen bei der Beherrschung der varianteninduzierten Komplexität zu unterstützen, indem sowohl branchenspezifische als auch... [ ...mehr ]
Kontakt
Sandra Seifert
Dipl.-Ing.

Fraunhofer-Projektgruppe Prozessinnovation
Lehrstuhl Umweltgerechte Produktionstechnik
Universität Bayreuth

Universitätsstr. 9
95447 Bayreuth
Tel. ++49 / 78516-423
Fax ++49 / 78516-105

Bitten senden Sie Emails über das Kontaktformular.
logo_bfwt.jpg


Vinnova_RGB.jpg